Steuerliche (und rechtliche) Anreize für mehr Energieeffizienzmaßnahmen in Gebäuden

Fragebogen

Innerhalb des SEFIPA Projektes wurden die nachfolgenden steuerlichen Anreiz-Instrumente erarbeitet. Bitte beurteilen Sie diese in Bezug auf ihre politische Umsetzbarkeit.

  • Investitionsfreibetrag (betrieblicher Bereich/Vermietung)
  • Steuerfreie Investitionsrücklage (betrieblicher Bereich/Vermietung)
  • Degressive Abschreibung (betrieblicher Bereich/Vermietung)
  • Investitionsprämie (betrieblicher Bereich/Vermietung/Private)
  • Sonderausgabenabzug (Private)
  • Schwer umsetzbar/einfach umsetzbar
  • ….

Gibt es aus Ihrer Sicht weitere Überlegungen, Themenfelder und Lösungsansätze zur Steigerung der Energieeffizienz in Gebäuden?

Textfeld

Ergebnis

Innerhalb des SEFIPA Projektes wurden unterschiedliche steuerliche Anreiz-Instrumente erarbeitet, um Anreize für die Umsetzung von Energieeffizienzmaßnahmen in Gebäuden zu schaffen. In Bezug auf die politische Umsetzbarkeit wurden folgende Instrumente von den  befragten ExpertInnen als erfolgsversprechend genannt:

Ein Investitionsfreibetrag (betrieblicher Bereich/Vermietung) findet mit fast 70 Prozent den höchsten Zuspruch, dicht gefolgt von einem Sonderausgabenabzug für Private (66,7 Prozent). Eine steuerfreie Investitionsrücklage (betrieblicher Bereich/Vermietung) als auch eine Investitionsprämie wird von mehr als der Hälfte der Befragten als sinnvoll erachtet (jeweils 56,3 Prozent). Am wenigsten Zuspruch findet die degressive Abschreibung, nur rund 47 Prozent der befragten ExpertInnen halten dieses Instrument in Bezug auf seine politische Umsetzbarkeit als sinnvoll (siehe Grafik 1).


Grafik 1: Anteil der Personen (in Prozent), die folgende Anreizinstrumente (sehr) sinnvoll finden (Bewertung von >8 auf Skala 1-10)

Als weitere Überlegungen, Themenfelder und Lösungsansätze zur Steigerung der Energieeffizienz in Gebäuden gaben die ExpertInnen zudem folgende Möglichkeiten bekannt (Auszug):

  • Geringere Mehrwertsteuer auf energieeffiziente Produkte (Photovoltaik, Solar, ökologische Dämmsysteme, ökologische Heizsysteme, usw.)
  • CO2-Abgabe und Korrektur vom Energieeffizienzgesetz (EEffG)
  • Steuerliche Anreize müssen auch für Betriebe/Private mit mässiger Steuerlast (da keine großen Gewinne) funktionieren. Daher Prämien a la Forschungsprämie!
  • Ökosteuer mit CO2- und Energieabgabe
  • Bewusstseinsbildung für Personen im Gebäudemanagement, Mediation bzw. Interessensabstimmung für Nutzer in Mehrparteiengebäuden
    höhere Abgaben auf Energie (Strom) gestaffelt pro Person und Jahr zB.:
    bis 250 kWh  gratis
    251 - 500  kWh nur Energiekosten ohne Steuern
    500  - 750  kWh 20 %Ust
    751 - 1000  kWh 50%
    ab 1000 kWh 100%  Energieeffizienzsteuer
    ab 2000 kWh 200%  Energieeffizienzsteuer

    Heizenergie detto mit Faktor 4 --->  also
    bis 1000 kWh  gratis
    1001  -  2000  kWh nur Energiekosten ohne Steuern
    2001  -  3000  kWh  20 % Ust
    3001  - 4000  kWh  50 %
    ab 4000 kWh 100 %  Energieeffizienzsteuer
    ab 10000  kWh  200  doppelte Energieeffizienzsteuer